Precision Medicine

Bild: Chromosom

Bis heute sieht sich die Medizin erheblichen Ausfallraten von Medikamenten gegenüber: Diese liegen bei Antidepressiva, Asthma- oder Diabetes-Medikamenten zwischen 38 und 45 Prozent, bei Alzheimer- und Krebs-Medikamenten bei bis zu 70 Prozent.

Angewandte Medizin ist nicht immer eine exakte Wissenschaft. Ärzte analysieren die Symptome eines Patienten und entscheiden dann, welche weiteren Test durchzuführen sind, um mehr Informationen zu gewinnen. Die menschliche Biologie ist vielseitig und bisweilen können die Symptome eines Patienten nicht klar zugeordnet werden. Deshalb bedeutet der medizinische Alltag mitunter ein gewisses Rätselraten.

Der Krankheitsverlauf ein und derselben Krankheit variiert von Patient zu Patient. Die meisten Medikamente wurden für den Durchschnittspatienten entwickelt. Aber Gewicht, Geschlecht, Alter, Lebensstil und Umwelt beeinflussen das Ansprechen auf Therapien ebenso, wie die Gene oder das Mikrobiom (etwa die Bakterien, die als Symbionten im Darm leben) und weitere individuelle Parameter.

Die Genetik, die Genregulierung, das Immunsystem und das Mikrobiom sind wesentliche Faktoren, die nicht nur zu einer enormen Komplexität führen, sondern auch der Grund dafür sind, dass Symptome zwar ähnlich sein mögen, aber dennoch unterschiedlich behandelt werden müssen.

Precision Medicine ist ein Ansatz, der die Vielfalt dieser Faktoren berücksichtigt. Auf diese Weise werden einerseits neue Therapien auf der Grundlage frisch entdeckter Biomarker gefunden. Precision Medicine hat zudem das Ziel, Therapien auszuwählen, die die individuellen Eigenschaften eines Patienten noch mehr berücksichtigen.

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Rudi Schmidt

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